Für Tennis gibt es weltweit ein Regelwerk: die ITF Rules of Tennis, die jedes Jahr aktualisiert werden. Dieser Ratgeber folgt der Ausgabe 2026 und nennt zu jedem Punkt die Regelnummer, damit du eine Diskussion auf dem Platz klären kannst. Wo etwas nur Brauch ist, zum Beispiel wie ihr ohne Schiedsrichter Linien ruft, sagen wir das und nennen die Quelle. Für Medenspiele ergänzen wir die Vorgaben der DTB-Wettspielordnung.
Der Tennisplatz und das Netz
Nach Regel 1 ist das Spielfeld 23,77 m lang. Es ist für das Einzel 8,23 m und für das Doppel 10,97 m breit; die Streifen zwischen den beiden Seitenlinien sind die Doppelgassen. Das Netz ist in der Mitte 0,914 m hoch und wird dort von einem Mittelband gehalten, an den Pfosten 1,07 m. Die Aufschlaglinien liegen 6,40 m vom Netz entfernt, und die Aufschlagmittellinie teilt diesen Bereich auf jeder Seite in zwei Aufschlagfelder.
Die Linien gehören zum Spielfeld: Alle Maße werden bis zur Außenkante der Linien gemessen, und ein Ball, der eine Linie berührt, ist gut (Regel 12).
Zählweise: Punkte, Spiele, Sätze und Match
Punkte (Regel 5a). Ein Spiel wird null, 15, 30, 40, Spiel gezählt, und der Spielstand des Aufschlägers wird zuerst genannt. Bei 40:40 heißt es „Einstand“. Wer den nächsten Punkt gewinnt, hat „Vorteil“; gewinnst du auch den folgenden Punkt, gehört dir das Spiel, verlierst du ihn, steht es wieder Einstand. Nach Einstand brauchst du zwei Punkte in Folge.
Sätze (Regel 6). Einen Satz gewinnst du mit sechs Spielen und zwei Spielen Vorsprung. Im „Vorteil-Satz“ wird weitergespielt, bis eine Seite zwei Spiele vorn liegt. Im heute üblichen „Tiebreak-Satz“ wird bei 6:6 ein Tiebreak gespielt. Welche Methode gilt, muss vor der Veranstaltung bekannt gegeben werden.
Match (Regel 7). Ein Match geht über zwei Gewinnsätze (Best of three) oder drei Gewinnsätze (Best of five).
Der Tiebreak
Der Tiebreak (Regel 5b) entscheidet einen Satz bei 6:6. Gezählt wird 0, 1, 2, 3 und so weiter. Wer zuerst sieben Punkte mit zwei Punkten Vorsprung erreicht, gewinnt Tiebreak und Satz, notiert als 7:6. Steht es im Tiebreak 6:6, geht es weiter, bis eine Seite zwei Punkte vorn liegt.
- Wer an der Reihe ist aufzuschlagen, schlägt den ersten Punkt auf, von der rechten Platzhälfte (Regel 17).
- Danach schlägt der Gegner die nächsten zwei Punkte auf, beginnend von links. Anschließend wechselt der Aufschlag nach jeweils zwei Punkten.
- Im Doppel läuft die Aufschlagreihenfolge des Satzes weiter.
- Die Seiten werden nach jeweils sechs Punkten gewechselt (Regel 10), ohne Pause (Regel 29a).
- Wer im Tiebreak zuerst aufgeschlagen hat, ist im ersten Spiel des nächsten Satzes Rückschläger.
Kürzere Formate: No-Ad, Kurzsätze und Match-Tiebreak
Anhang VI der ITF-Regeln listet zugelassene Alternativen. Clubturniere und Doppelabende nutzen sie ständig, also sprecht sie vor dem ersten Aufschlag ab.
- No-Ad (ohne Vorteil). Bei Einstand wird ein einziger Entscheidungspunkt gespielt. Der Rückschläger wählt, ob er von der rechten oder linken Hälfte zurückschlägt. Im Doppel darf das rückschlagende Paar für diesen Punkt die Positionen nicht tauschen; im Mixed schlägt der Spieler oder die Spielerin desselben Geschlechts wie der Aufschläger zurück.
- Kurzsätze. Wer zuerst vier Spiele mit zwei Spielen Vorsprung gewinnt, holt den Satz; bei 4:4 gibt es einen Tiebreak (nach Wahl des Veranstalters schon bei 3:3). Bei Kurzsätzen kann auch ein Kurzsatz-Tiebreak bis 5 Punkte mit Entscheidungspunkt bei 4:4 gespielt werden.
- Match-Tiebreak (7 oder 10 Punkte). Bei 1:1 Sätzen ersetzt ein Tiebreak den Entscheidungssatz. Üblich ist die Variante bis 10: zwei Punkte Vorsprung nötig, 10:9 reicht nicht. Die Aufschlagreihenfolge läuft weiter, vorher gibt es eine Satzpause von bis zu 120 Sekunden.
- Tiebreak im Entscheidungssatz (10 Punkte). Im letzten Satz wird bei 6:6 ein Tiebreak bis 10 gespielt.
- Seitenwechsel im Tiebreak. Statt nach jeweils sechs Punkten kann nach dem ersten Punkt und danach alle vier Punkte gewechselt werden. Die TTF-Masters-Turniere in der Türkei spielen so in jedem Tiebreak (Madde 23).
- No-Let. Ein Aufschlag, der das Netz berührt und im Feld landet, bleibt im Spiel.
In deutschen Medenspielen gilt §55 der DTB-Wettspielordnung, der für alle Mannschaftswettbewerbe des DTB und seiner Landesverbände verbindlich ist: zwei Tiebreak-Sätze, bei 1:1 Sätzen im Einzel und im Doppel ein Match-Tiebreak bis 10 statt des dritten Satzes (§55 Nr. 1–2); für Jugend (U18) und Winterrunde dürfen die Verbände abweichen. No-Ad wird nur in den Doppeln der Damen-Bundesligen gespielt (§55 Nr. 9). Das Einschlagen dauert höchstens fünf Minuten (§55 Nr. 5). Die Bälle regelt dagegen jede Ebene selbst: In den DTB-Ligen sind es vier neue Bälle pro Wettspiel, in den Regionalligen mindestens drei (§57); in den Ligen der Landesverbände gilt deren Wettspielordnung, beim WTB zum Beispiel drei neue Bälle im Einzel (§32). Prüfe also die Wettspielordnung deines Verbands.
Zum Vergleich in anderen Ländern:
| Wo | Typisches Format | Quelle |
|---|---|---|
| Frankreich | Format 4: zwei Sätze bis 6 mit Entscheidungspunkt, Tiebreak bei 6:6, Tiebreak bis 10 als dritter Satz; für Doppel empfohlen | FFT Règlements sportifs, Art. 9, 11, 12 |
| Italien, Freizeitturniere | Immer ohne Vorteil, etwa zwei Sätze bis 4 mit Tiebreak bei 4:4 und ein Tiebreak bis 10 als Entscheidung | FITP RTS 2023, Art. 1.4.3 B |
| Türkei, TTF Masters | Alle Doppel und Mixed: No-Ad, zwei Tiebreak-Sätze, bei 1:1 ein Match-Tiebreak bis 10; im Tiebreak Seitenwechsel nach dem ersten Punkt, dann alle vier (1+4+4) | TTF Masters 2026, Madde 23 |
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Aufschlagregeln
Wo du stehst (Regel 16). Bevor du ausholst, stehst du ruhig mit beiden Füßen hinter der Grundlinie, zwischen den gedachten Verlängerungen des Mittelzeichens und der Seitenlinie. Dann lässt du den Ball mit der Hand in beliebige Richtung los und schlägst ihn, bevor er den Boden berührt. Aufschläge von unten sind erlaubt.
Seiten wechseln (Regel 17). In jedem Spiel schlägst du zuerst von hinter der rechten Hälfte auf, danach abwechselnd. Der Ball muss über das Netz in das diagonal gegenüberliegende Aufschlagfeld.
Fußfehler (Regel 18). Während der Aufschlagbewegung darfst du nicht:
- durch Gehen oder Laufen deine Position verändern (kleine Fußbewegungen sind erlaubt);
- mit einem Fuß die Grundlinie oder das Spielfeld berühren;
- den Bereich außerhalb der gedachten Verlängerung der Seitenlinie berühren;
- die gedachte Verlängerung des Mittelzeichens berühren.
Springen ist erlaubt: Ein oder beide Füße dürfen den Boden verlassen (Fall 2). Neu im Regelwerk 2026 stellt Fall 1 klar, dass der Aufschläger im Doppel hinter dem Teil der Grundlinie zwischen Einzel- und Doppel-Seitenlinie stehen darf; im Einzel ist das ein Fußfehler.
Aufschlagfehler (Regeln 19 und 20). Der Aufschlag ist ein Fehler, wenn du gegen die Regeln 16, 17 oder 18 verstößt, den Ball verfehlst, der Ball vor dem Aufprall eine ständige Einrichtung, eine Einzelstütze oder einen Netzpfosten trifft oder dich oder deinen Partner berührt. Nach einem Fehler schlägst du von derselben Hälfte erneut auf. Zwei Fehler in Folge, also ein Doppelfehler, kosten den Punkt (Regel 24a). Wirfst du den Ball hoch und entscheidest dich, nicht zu schlagen, darfst du ihn fangen: Das ist kein Fehler.
Rückschläger bereit (Regel 21). Der Aufschläger wartet, bis der Rückschläger bereit ist; der Rückschläger richtet sich nach dem angemessenen Tempo des Aufschlägers. Wer versucht, den Aufschlag zurückzuspielen, gilt als bereit.
Aufschlag trifft den Rückschläger. Trifft der Aufschlag den Rückschläger oder dessen Partner vor dem Aufprall, gewinnt der Aufschläger den Punkt, auch wenn der Ball ins Aus geflogen wäre (Regel 24i, Fall 7). Hat der Ball vorher das Netz berührt, ist es eine Wiederholung.
Wiederholungen: wann ein Punkt neu gespielt wird
Wiederholung des Aufschlags (Regel 22). Der Aufschlag wird wiederholt, wenn er Netz, Netzband oder Mittelband berührt und sonst gut ist, oder wenn aufgeschlagen wird, bevor der Rückschläger bereit ist. Nur dieser Aufschlag wird wiederholt, und die Wiederholung hebt einen vorherigen Fehler nicht auf: Netz beim zweiten Aufschlag heißt ein weiterer zweiter Aufschlag.
Andere Wiederholungen (Regeln 23 und 26). Rollt ein Ball auf den Platz, wird ein Vogel getroffen oder behindert dich etwas außerhalb deiner Kontrolle, wird der ganze Punkt mit erstem Aufschlag wiederholt. Behindert dich der Gegner absichtlich, gewinnst du den Punkt. Ein Ball, der schon zu Beginn des Punktes auf deiner Seite lag, ist keine Behinderung (Regel 26, Fall 4).
Wann du den Punkt verlierst
Regel 24 zählt die Fälle auf. Die häufigsten:
- der Ball springt auf deiner Seite zweimal auf, bevor du ihn schlägst;
- dein Schlag landet außerhalb des richtigen Feldes oder trifft vor dem Aufprall eine ständige Einrichtung wie Zaun, Lampe oder Hallendach (Regeln 13 und 24d);
- du nimmst als Rückschläger den Aufschlag volley;
- du, dein Schläger oder etwas, das du trägst, berührt Netz, Pfosten oder das gegnerische Feld, solange der Ball im Spiel ist. Der Ball bleibt im Spiel, bis der Punkt entschieden ist: Berührst du nach einem Winner das Netz, bevor der Ball zum zweiten Mal aufspringt, verlierst du den Punkt trotzdem;
- du schlägst den Ball, bevor er das Netz überquert hat. Nach einem Schlag auf deiner Seite darf der Schläger über das Netz schwingen (Regel 25e);
- der Ball berührt dich oder deine Kleidung statt des Schlägers;
- du wirfst den Schläger nach dem Ball oder trägst den Ball absichtlich mit dem Schläger oder schlägst ihn doppelt;
- im Doppel berühren beide Partner den Ball.
Zwei Situationen sind gute Rückschläge und kein Punktverlust: ein Ball, der die Netzkante streift und im Feld landet, und ein Ball, der außen um den Netzpfosten ins Feld gespielt wird (Regel 25).
Seitenwechsel und Zeit zwischen den Punkten
Die Seiten werden nach dem ersten, dritten und jedem weiteren ungeraden Spiel eines Satzes gewechselt (Regel 10). Endet ein Satz mit einer ungeraden Zahl von Spielen, wird sofort gewechselt; bei einer geraden Zahl nach dem ersten Spiel des nächsten Satzes.
Regel 29 regelt die Zeit: höchstens 25 Sekunden zwischen den Punkten, 90 Sekunden beim Seitenwechsel und 120 Sekunden zwischen den Sätzen. Nach dem ersten Spiel jedes Satzes und im Tiebreak wird ohne Pause gewechselt. Das Einschlagen dauert höchstens fünf Minuten, sofern der Veranstalter nichts anderes festlegt.
Wird ein Irrtum entdeckt, zählen alle bereits gespielten Punkte (Regel 27). Wer von der falschen Hälfte aufschlägt, korrigiert das sofort. Steht ihr auf den falschen Seiten, wechselt ihr, sobald es auffällt; das Regelwerk 2026 stellt klar, dass ein vorher geschlagener Aufschlagfehler nicht zählt, auch im Tiebreak.
Doppel: wer aufschlägt, wer zurückschlägt
Das Paar, das im ersten Spiel eines Satzes aufschlägt, entscheidet, wer von beiden beginnt; das andere Paar entscheidet vor dem zweiten Spiel. Danach wechseln sich die Partner bis zum Satzende ab (Regel 14). Beim Rückschlag entscheidet jedes Paar vor seinem ersten Rückschlagspiel, wer den ersten Punkt annimmt; die Partner wechseln sich danach den ganzen Satz über ab (Regel 15). Beide Reihenfolgen dürfen zu Beginn eines neuen Satzes geändert werden.
Nach dem Return darf jeder der beiden Partner den Ball spielen, aber niemand darf allein gegen zwei spielen. Die Partner von Aufschläger und Rückschläger dürfen auf ihrer Seite überall stehen, auch außerhalb des Feldes (Regel 26, Fall 5).
Spielen ohne Schiedsrichter: was in Deutschland gilt
Die meisten Club-, Medenspiel- und Freundschaftsmatches laufen ohne Schiedsrichter. Die ITF-Regeln sagen nicht, wer dann entscheidet. In Deutschland gibt es dafür die Richtlinien für das Spiel ohne Schiedsrichter des DTB (Stand 9. November 2025). Sie sind eine Verbandsrichtlinie, kein Teil der ITF-Regeln:
- Jeder Spieler entscheidet über Tatsachen auf seiner Seite.
- „Aus“- oder „Fehler“-Rufe kommen sofort und so laut, dass der Gegner sie hört.
- Im Zweifel entscheidest du zugunsten deines Gegners.
- Der Aufschläger sagt vor jedem ersten Aufschlag den Spielstand laut an.
- „Netz“ beim Aufschlag rufst du nur, wenn du dir absolut sicher bist.
- Fußfehler können nur Offizielle geben, nicht der Rückschläger.
- Rufst du auf Hartplatz, Teppich oder Rasen fälschlich „Aus“, wird der Punkt wiederholt, es sei denn, der Ball deines Gegners war ein direkter Gewinnschlag; dann bekommt er den Punkt. Bei Wiederholung bekommt er den Punkt immer. Auf Sand verlierst du bei einem falschen Ruf den Punkt.
- Auf Sand darf der Gegner nach einem punktentscheidenden Ball auf deine Seite kommen, um den Abdruck zu sehen. Wischst du ihn weg, geht der Punkt an den Gegner.
- Bei Streit über den Spielstand werden nur die strittigen Punkte wiederholt.
International bekannt ist The Code des US-Verbands USTA (Friend at Court 2026, ein Leitfaden für Bräuche, kein Regelwerk). Er stimmt in den Grundsätzen überein (eigene Seite §5, Zweifel für den Gegner §6, ein Ball zu 99 % aus ist 100 % gut §7, Spielstand ansagen §31) und unterscheidet sich in drei Punkten:
| Situation | USTA The Code | DTB-Richtlinien |
|---|---|---|
| Falscher „Aus“-Ruf | Punkt für den Gegner (§12) | Außer auf Sand: Wiederholung, außer bei direktem Gewinnschlag |
| Fußfehler | Rückschläger darf eklatante Fußfehler nach Verwarnung rufen (§24) | Nur Offizielle |
| Ballabdruck auf Sand | Gegner darf nicht über das Netz kommen (§21) | Gegner darf hinübergehen und schauen |
Vor einem Freundschaftsspiel klärt ihr am besten vier Dinge: Format (Sätze, Kurzsätze oder Match-Tiebreak), Vorteil oder No-Ad, wer neue Bälle mitbringt und wie lange ihr euch einschlagt. Die meisten Diskussionen entstehen, weil niemand gefragt hat.
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Quellen
- ITF Rules of Tennis 2026, International Tennis Federation: Regeln 1–29 und Anhang VI
- Änderungen der Tennisregeln 2026, International Tennis Federation: Regel 18 Fall 1 und Regel 27
- Wettspielordnung 2026, Deutscher Tennis Bund (DTB), §49, §55, §57
- Richtlinien für das Spiel ohne Schiedsrichter, Deutscher Tennis Bund (DTB), Stand 9. November 2025
- Friend at Court 2026, The Code, United States Tennis Association (USTA), Seiten 37–43
- Règlements sportifs, Fédération Française de Tennis (FFT), Ausgabe 2024
- Regolamento Tecnico Sportivo 2023, Federazione Italiana Tennis e Padel (FITP), Art. 1.4.3
- Masters Tenis Turnuvaları Talimatı 2026, Türkiye Tenis Federasyonu (TTF), Madde 23
Häufige Fragen
- Ist ein Ball auf der Linie im Tennis gut oder aus?
- Gut. Nach Regel 12 der ITF-Tennisregeln gilt ein Ball, der eine Linie berührt, als Ball im Feld, das diese Linie begrenzt. Ohne Schiedsrichter gilt außerdem: Im Zweifel entscheidest du zugunsten deines Gegners.
- Was passiert, wenn der Aufschlag das Netz berührt und im Feld landet?
- Der Aufschlag wird wiederholt (Regel 22). Eine Wiederholung hebt einen vorherigen Fehler nicht auf: Passiert es beim zweiten Aufschlag, wird nur der zweite Aufschlag wiederholt. Manche Veranstaltungen spielen nach der No-Let-Regel aus Anhang VI, dann bleibt der Ball im Spiel.
- Wie funktioniert der Match-Tiebreak bis 10?
- Bei 1:1 Sätzen ersetzt er den dritten Satz. Wer zuerst 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung erreicht, gewinnt das Match; bei 10:9 wird also weitergespielt. Aufgeschlagen wird wie im normalen Tiebreak, die Seiten werden nach jeweils sechs Punkten gewechselt. In deutschen Medenspielen ist er im Einzel und im Doppel vorgesehen: §55 der DTB-Wettspielordnung gilt als Rahmenregel für alle Mannschaftswettbewerbe des DTB und seiner Landesverbände; für Jugend (U18) und Winterrunde dürfen die Verbände abweichen.
- Ist ein Aufschlag von unten erlaubt?
- Ja. Regel 16 verlangt nur, dass du hinter der Grundlinie stehst, den Ball mit der Hand in beliebige Richtung loslässt und ihn schlägst, bevor er den Boden berührt. Solange die übrigen Aufschlagregeln eingehalten werden, ist der Aufschlag von unten regelkonform.
- Wie lange darf man sich vor dem Match einschlagen?
- Höchstens fünf Minuten nach Regel 29e, sofern der Veranstalter nichts anderes festlegt. Die DTB-Wettspielordnung schreibt für Medenspiele ebenfalls fünf Minuten vor (§55 Nr. 5).